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  • Nicole Kopp

5 einfache Tricks für Nähe und Vertrauen in der Remote-Arbeit

Aktualisiert: Mai 26


Am Wochenende standen wir vor einer echten Herausforderung: Wie führen wir unseren Innovations-Workshop zum #remoteKIT durch, wenn Teilnehmende wegen den Ereignissen unvorbereitet an drei verschiedenen Orten sind?

Das technische Tool hierfür (Microsoft Teams) war schnell gewählt. Wichtiger und entscheidender ist die Art der Kommunikation: wie schaffen wir die notwendige Nähe, um Vertrauen im entfernten Gegenüber zu schaffen? Denn aus Erfahrung wissen wir, dass Vertrauen im Team der beste Booster für grossartige Leistungen ist.

Mit diesen 5 einfachen Tricks schufen wir Nähe und Vertrauen:

  1. Check-In: Starte jeweils mit einer einfachen Frage und sorge dafür, dass sich jeder äussert. Dies schafft sofort Vertrauen und erhöht die Beteiligung der Teilnehmenden in nachfolgenden Diskussionen. Beispiele für Check-In-Fragen sind:"Was möchtest du vor dem Start noch loswerden?" oder "Was hast du heute schon geschafft?" oder "Wie beurteilst du deine aktuelle Wetterlage?".

  2. Verständnisfragen: Gerade bei Remote-Meetings besteht die Gefahr, dass Missverständnisse auftauchen. Mit nachfolgenden Fragen kannst du Klarheit schaffen und zugleich auch Interesse, Neugierde und Aufmerksamkeit signalisieren: "Wie muss ich mir das genau vorstellen?" oder "Was meinst du, wenn du sagst.." oder "Falls ich dich richtig verstehe, willst du…", "Was noch?".

  3. Wertschätzung: Eigene Vorschläge, Fragen und Ideen zu äussern bedeutet immer, ein zwischenmenschliches Risiko einzugehen: Ich könnte mich blamieren, oder als inkompetent, störend oder ignorant wahrgenommen werden. Abfedern kannst du dies, indem dein Team folgendes Vorgehen respektiert: Nachdem jemand eine Idee, Frage oder einen Vorschlag geäussert hat, beantworten einzelne oder alle Teammitglieder die Frage: "Was ist wertvoll daran?". Im zweiten Schritt äussert das Team Verbesserungsvorschläge, indem es die Frage beantwortet: "Wie könnte es noch wertvoller werden?".

  4. Substantieller Einwand: Einem Vorschlag zuzustimmen braucht viel Mut. Schliesslich übernimmt jede und jeder durch seine Zustimmung Verantwortung für die Folgen. Mit der Frage nach substantiellen Einwänden ("Was spricht jetzt dagegen?") nach dem Konsent-Prinzip anstelle von Zustimmung ist die Entscheidungsfindung viel einfacher. Ein Einwand ist substantiell, sobald nachvollziehbar ein Ziel oder Grundwert gefährdet ist. Und noch besser: Formuliere einen substantielle Einwand zusammen mit einem Änderungsvorschlag.

  5. Check-Out: Der Schlussteil eines Meetings prägt oft die Wahrnehmung des ganzen Meetings (Recency-Effekt). Sorge mit den nachfolgenden Fragen dafür, dass jeder zu Wort kommt und somit mit einem guten Gefühl das Meeting verlässt: "Was hast du besonders geschätzt?", "Was nimmst du mit?", "Was hast du heute gelernt?". Jedes Teammitglied soll die ausgewählte Frage in einem Satz nach kurzer Bedenkzeit laut beantworten.

Welche Fragen setzt du schon ein, um Nähe und Vertrauen zu schaffen? Welche wirst du ausprobieren? Wie lief es?

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